Gauß-Algorithmus
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Ein Verfahren zur systematischen Lösung linearer Gleichungssysteme durch Umformung der zugehörigen Matrix in eine obere Dreiecksform.
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Ziel: Vereinfachung des LGS zur leichteren Rücksubstitution
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Grundlage ist die Anwendung von elementaren Zeilenumformungen:
- Vertauschen von Zeilen
- Multiplikation einer Zeile mit einer von Null verschiedenen Zahl
- Addition eines Vielfachen einer Zeile zu einer anderen Zeile
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Besteht aus zwei Hauptschritten:
- Vorwärtselfimination: Nullsetzen der Einträge unterhalb der Hauptdiagonale
- Rückwärtssubstitution: Schrittweise Berechnung der Unbekannten von unten nach oben
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Führt zu einer Dreiecksform (Stufenform), oft in der erweiterten Koeffizientenmatrix
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Erweiterbar zum Gauß-Jordan-Algorithmus für die Reduktion bis zur Diagonalform
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Grundlage für viele numerische Verfahren und in Computeralgebra weit verbreitet
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Beispiel einer Matrixumformung:
Aus $\begin{bmatrix}1 & 2 & | & 5\2 & 3 & | & 8\end{bmatrix}$
wird durch Zeilenoperationen die Stufenform $\begin{bmatrix}1 & 2 & | & 5\0 & -1 & | & -2\end{bmatrix}$